22. Juni 2017 Die Stadt Köln warnt: Schwimmen im Rhein ist lebensgefährlich

Die Stadt Köln warnt: Schwimmen im Rhein ist lebensgefährlich

Bei den tropischen Temperaturen lockt der glitzernde Rhein viele Kölner an seine Ufer. Als natürliches Gewässer steht er im Gemeindegebrauch und somit ist die Nutzung, also auch das Baden, grundsätzlich jedem gestattet. Doch der Schein trügt und jedes Jahr wird das kühle Nass mehreren Menschen zum Verhängnis. Deshalb warnt die Stadt Köln ausdrücklich davor, Abkühlung im Rhein zu suchen. Selbst für geübte Schwimmerinnen und Schwimmer birgt dies immer eine Lebensgefahr!

Die Strömungen im Rhein erweisen sich meistens als unberechenbar und heimtückisch, da sie nur schwer oder überhaupt nicht zu erkennen sind. Auch die Schifffahrt birgt direkte aber auch indirekte Gefahren für die Rheinschwimmer. So ist ein Schiff immer schneller unterwegs, als man denkt. Erscheint es in einem Augenblick noch weit entfernt, kann es sich in der nächsten Sekunde direkt in unmittelbarer Nähe befinden. In einer solchen Situation ist das Schiff immer schneller als der flüchtende Schwimmer. Außerdem verursacht die hohe Maschinenleistung Turbulenzen im Heck des Schiffs, denen kein Schwimmer gewachsen ist. Eine weitere Gefahr birgt das sogenannte “Ebbe und Flut”-Phänomen: Wenn Schiffe stromaufwärts fahren, saugen sie das Wasser vor ihnen an. Dadurch sinkt der Wasserpegel in Ufernähe. Der niedrige Wasserstand verleitet die Badegäste, weiter ins Wasser zu gehen. “Sobald jedoch das Schiff vorbeigefahren ist, kommt die „Flut“ mit unerwarteter Kraft und reißt selbst Erwachsene in die Hauptströmung.”

Auf der Homepage der Stadt findet man Hinweise, welches Verhalten im Notfall empfohlen wird. Die vier Grundregeln, die es zu befolgen gilt, lauten: am Ufer bleiben, Notruf wählen, Rettungsring zuwerfen, Person im Blick behalten.

Dass es eben nicht der Rhein sein muss, beweist die Vielzahl an Badeseen und Schwimmbädern in und rund um Köln, die bei heißen Temperaturen für Abkühlung sorgen und den Badegästen aber die nötige Sicherheit bieten.

Quellen: Stadt Köln, WSV